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Kultur und Natur Brunn

KiB (Kultur/Kulinarik in Brunn)    NiB (Natur in Brunn)    Glosse   






Zum 5-jährigen Jubiläum von KiB

Liebe Freundinnen und Freunde von „Kultur in Brunn“,

am 26. Oktober 2011 startete die Reihe „Kultur in Brunn“, abgekürzt KiB, mit der ersten Veranstaltung in eine ungewisse Zukunft. Damals spielte das Gitarrenduo Farnbach & Spieß im Vereinsheim.

Mittlerweile sind fast fünf Jahre vergangen und wir können auf eine wechselvolle Zeit mit Aufs und Abs zurückblicken. Auf bedeutet in diesem Zusammenhang zunächst einmal die Tatsache, dass die ersten Veranstaltungen nahezu immer ausverkauft waren und wir nicht immer alle Kartenwünsche erfüllen konnten. Dann kam eine Zeit, in der wir nur mit Mühe und Not das Vereinsheim einigermaßen füllen konnten. Das bedeutete natürlich auch, dass wir finanziell gerade so über die Runden kamen. In den ersten Jahren war ja der Bürgerverein Träger der Veranstaltung.

Als ich die Idee mit Kulturveranstaltungen erstmals einem Brunner Bürger erzählte, meinte er sehr skeptisch, ob das wohl gut gehen könne.

Die Skepsis ist angebracht, trotzdem kann man sagen, dass sich ein fester Kern von Besucherinnen und Besuchern herausgebildet hat, der nahezu immer zu den Veranstaltungen erscheint. Zahlenmäßig sind das ca. 30 bis 35 Personen. Leider aber reicht diese Zahl zur Kostendeckung nicht aus. Wir brauchen auch immer Gäste von auswärts. Man bedenke, dass eine Künstlerin oder ein Künstler (manchmal auch eine Gruppe) eine Gage von 200 bis 350 Euro am Abend erhält. Bei einem Eintrittspreis von 10 Euro bleibt dann unter Umständen nichts mehr übrig. Es entstehen aber noch weitere Kosten für Gema-Gebühren, falls es sich um musikalische Aufführungen abgabepflichtiger Künstler handelt. Für die Pressearbeit müssen wir ebenfalls etwas Geld beiseite legen und auch die sog. Künstlersozialkasse will mit Beiträgen gefüttert werden. Fazit: Wenn die Bude nicht voll ist, reichen die Einnahmen zur Kostendeckung möglicherweise nicht aus.

Dass sich eine Brunner Familie vor einiger Zeit spontan zu einer Spende entschloss, freute mich deswegen ganz besonders. Diese Spende bildete den Grundstock für ein kleines finanzielles Fundament, mit dem sich die kommenden Veranstaltungen finanzieren lassen.

Ich wollte im Jubiläumsjahr und darüber hinaus, auch einmal ein paar Leute nach Brunn bringen, die wir uns eigentlich nicht leisten können. Denn so viele Schriftsteller und Bands gibt es nicht, die umgerechnet einen Abend für 100 Euro spielen oder lesen.

Eine ganz besondere Veranstaltung ist deswegen der Auftritt von MacNeills & Winkler am 23. September. Erstmals können wir damit in Brunn ein leibhaftiges Kabarett bieten. Es muss sich bis in die weitere Umgebung herumgesprochen haben, denn innerhalb kurzer Zeit war die Veranstaltung ausgebucht. Ich hoffe sehr, dass auch bei den kommenden Veranstaltungen der Zuspruch anhält, denn nur so lässt sich ein abwechslungsreiches und auch niveauvolles Programm anbieten. Dass dieses Programm nicht allen immer zusagt, liegt in der Natur der Sache. Trotzdem sind eben vier bis fünf Prozent Brunnerinnen und Brunner, die regelmäßig zu KiB kommen, zu wenig. Das ist enttäuschend, aber anscheinend nicht zu ändern.
Aus diesem Grund sind wir auch immer auf Gäste von auswärts angewiesen. Der Pressearbeit von Erich Spieß, der pointierte und sachkundige Vorankündigungen und Kritiken für den Boten oder die Mitteilungsblätter schreibt, haben wir im Wesentlichen den Besuch aus dem Umland zu verdanken.

An dieser Stelle möchte ich auch meinen besonderen Dank aussprechen an alle diejenigen, die durch ihre Mithilfe die Veranstaltungen am Laufen halten, die Brote schmieren, Getränke ausschenken, Stühle schleppen und und und...

Sie seien hier einmal in alphabetischer Reihenfolge namentlich erwähnt:

- Kathrin Birner (geb. Figel) als Mitbegründerin und Helferin der ersten Stunde

- Ingrid Figel von Anfang an mit dabei und „Mädchen für alles“

- Brigitte Girndt an der Kasse

- Edeltraud Kagermeier an der Theke

- Wolfgang Kuntze als Thekenhelfer, Kastenschlepper technischer Wart

- Bernhard Lettenbauer als Allroundtalent für alle Arbeiten und Helfer in Notsituationen

- Karin Meusel als Springerin, wenn es personell einmal klemmt

Herausgestellt werden muss natürlich, dass Wolfgang Kuntze als 1. Vorsitzender des Vereins den Raum kostenlos zur Verfügung stellt und schon von Anfang an darauf drängte, dass der SV Brunn Träger der Veranstaltungen wird. Der Übergang der Trägerschaft vom BV auf den SV dauerte ja etwas und hat nicht allen in Brunn gefallen. Für uns, die wir die praktische Arbeit erledigen, gestalten sich Organisation und Hintergrundarbeit aber erheblich leichter. Eine Satzungsänderung des SV war übrigens die rechtliche Voraussetzung dafür, dass der Sportverein auch kulturelle Veranstaltungen durchführen darf.

Vorbei sind die Zeiten, wo ich von daheim zehn Stühle und Tische für jede Veranstaltung ins Vereinsheim schleppen musste. Damals half uns Roland Streicher bei der Bestuhlung mit einer „Stuhlspende“ als Zwischenlösung. Erst die Anschaffung von zusätzlichen Klappstühlen über den damaligen Träger BV, der die Kosten über einen Zuschuss der Stadt Nürnberg wieder erstattet bekam, erleichterte uns Helferinnen und Helfern die Arbeit erheblich.

Nochmals mein herzlicher Dank allen, die mit Rat und Tat, mit Geld oder Arbeitseinsatz oder einfach durch Zuhören und Zuschauen Kultur in Brunn möglich machen.

Reinhard Figel für das Team von KiB

P.S. Das Bild zeigt das Team von KiB zusammen mit dem Gitarristen Volker Groß im Juli 2016.







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