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Nachlese zu einem schönen Abend mit Monika Martin und Artwood Connection

Wer am 26. Februar nicht im Vereinsheim war, hat einen sehr vergnüglichen, abwechslungsreichen und spannenden Abend versäumt. Monika Martin, die ja mittlerweile Monika Endres heißt, las aus Ihrem letzten Buch, dem "Hochgericht". Gleichzeitig gab Sie auf Ihre charmante und witzige Art Einblick in die Entstehung des Werkes .

Stück für Stück wurde das Publikum mit den Personen und Orten der Handlung vertraut gemacht und durfte sogar einen Blick in die Gedankenwelt des Täters werfen. Gegenwart und Vergangenheit werden im Roman verschränkt und gleichzeitig erhält der Leser oder Zuhörer Einblick in das Justizwesen der Stadt Nürnberg im 17. Jahrhundert. In Person der ermittelnden Kommissarin Gerlach erlebten die Zuhörer auch, wie bitter es für einen Clubfan ist, wenn die Teilnahme des FCN am Championsleague-Finale doch nur ein kühner Traum bleibt. Just in diesem Augenblick der Lesung kam per Smartphone die Meldung , dass der Club das Siegtor im Derby gegen die Fürther geschossen hatte. Buch und Realität kamen sich auf angenehme Weise in die Quere.



Auf höchst unterhaltsame Art wurde die Lesung immer wieder unterbrochen von Artwood Connection. Die vier Damen und Herren aus der Region brachten hinreißende irische Folkmusik im Gepäck mit. Mal temporeich und temperamentvoll, mal träumerisch-melancholisch entstand ein musikalisches Gemälde von der grünen Insel.

Ein toller Abend.

Aber auch das: 23 zahlende Besucher stellen einen absoluten Negativrekord in der Besucherstatistik dar, seit es KiB gibt. Der mehr als schwache Besuch führte folgerichtig auch in der Kasse zu einem kräftigen Minus. Sollte diese Tendenz das Jahr 2016 über anhalten, erledigt sich eine Fortführung von KiB ganz von alleine.



Es ist schwierig genug, bei kleinem Etat gute Leute nach Brunn zu bringen. Wenn dies von der Bevölkerung nicht honoriert wird, können wir uns die Arbeit sparen. Der Hinweis sei gestattet, dass die Durchführung und Vorbereitung jedes einzelnen Abends mit einem nicht geringen Zeitaufwand vor und hinter den Kulissen verbunden ist.





Reinhard Figel



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